Abakanowicz Magdalena

Abakanowicz Magdalena

Die weltbekannte Künstlerin und Trägerin des Weltkunstordens, ist hier in St.Urban vertreten durch zwei beeindruckende und ihr Schaffen repräsentative Werkgruppen: headless figures (Museumartpavillon) und Cortene Armores (skulpturenpark-st-urban).

Magdalena Abakanowicz studiert von 1949 bis 1954 an den Kunstakademien in Danzig und Warschau. Dabei liegt ihr Hauptinteresse auf Malerei, obwohl sie schon früh auch eine Neigung zur plastischen Arbeit verspürt. Diese Entwicklung wird zweifellos von den Formen und Gestalten beeinflusst, die sie als Kind auf dem mütterlichen Bauernhof erlebt. Später, als sie mit den erbärmlichen ökonomischen Bedingungen des kommunistischen Polen konfrontiert ist, wird die Gabe, natürliche und gefundene Materialien in plastische Werke grossartiger Monumentalität und Ausdruckskraft umzuwandeln, das Markenzeichen ihrer Arbeit.

Magdalena Abakanowicz erlangt erste internationale Aufmerksamkeit in den 1960er Jahren, als sie grosse gewebte Wandtextilien fertigt; sie ist mir erstmals 1968 an der Documenta in Kassel begegnet und hat mich durch eine neue Form der Materialgestaltung beeindruckt. Bekannt ist ihr Werk Abakans, für die sie 1965 auf der Biennale in São Paulo, Brasilien den Grand Prix erhält.

Mitte der 1970er nimmt ihr Werk eine  Wendung, als sie beginnt, die Köpfe, Figuren, Tiere und Vögel aus Sisal, Sackleinwand, Klebstoff und Harz über Modellformen zu gestalten, bis heute Markenzeichen der Künstlerin. Magdalena Abakanowicz lehrt als Professorin an der Kunsthochschule Posen von 1965 bis 1990. Ausserdem ist sie zeitweise Gastprofessorin an der University of California, Los Angeles.

Die in St.Urban gezeigte Figurengruppe headless figures besteht aus kindlichen Körpern, die einander in Größe, Form und Haltung nahezu gleichen, sich nur in Nuancen unterscheiden. Dass ihnen die Köpfe fehlen, mithin die individuellen Gesichtszüge, unterstreicht zusätzlich ihre beunruhigende Ähnlichkeit.

Schon lange beschäftigt sich Magdalena Abakanowicz in ihren Arbeiten mit dem Einzelnen und seinem Verschwinden in der Menge, in der Masse. Ihre biomorph abstrahierenden, häufig figürlichen Werke - wie etwa die beiden  Grossskulpturen Cortene Armores - sind von einer existenziellen Tiefe, der sich kaum ein Betrachter entziehen kann.

Mehr unter https://de.wikipedia.org/wiki/Magdalena_Abakanowicz

artist-in-residence

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