
Polen, 1919-2005
Von dem bereits verstorbenen Künstler ist eine ruhige geschwungenen, an eine menschliche Figur erinnernde Skulptur zu sehen (Foyer im Kloster). Jarnuszkiewicz gehört zur älteren Generation und geniesst bis heute grosses Ansehen. Er studiert zunächst in Krakau und dann in Warschau. Später leitet er die Abteilung Skulptur der Warschauer Akademie der Bildenden Künste. Eine Reihe bekannter Künstler ist durch seine Schule gegangen: Gregory Smith, Mark Morel, Marek Kijewski, Christopher M. Bednarski, Barbara Falender. Sein Werk ist vielfältig und zeigt immer wieder neue Facetten. Einerseits wird es bestimmt durch zahlreiche Aufträge, insbesondere im Bereich der historischen Aufarbeitung und der Erinnerungskultur: Im Jahr 1949 wecken zwei Gipsreliefs (Gemeinsam in den Kampf, Gemeinsam für den Wiederaufbau) die Aufmerksamkeit der polnischen Öffentlichkeit. Das Denkmal "Der kleine Aufständische" (1983), zeigt eines Jungen in einem grossen Helm mit einem Gewehr über der Schulter. Jarnuszkiewicz ist der traditionellen Bildhauerei verpflichtet. 1983 wird in Lublin die monumentale Skulptur Johannes Paul II. und Kardinal Stefan Wyszynski enthüllt. Jarnuszkiewicz hat auch mitgewirkt am riesigen Denkmal für das erlittene Leid in Auschwitz-Birkenau. Und dann der Wechsel in die Ungegenständlichkeit: In den 60er Jahren wechselt Jarnuszkiewicz aprupt seinen Stil. Geometrische Skulpturen aus Metall, durchbrochene Eisenformen von monumentaler Grösse entstehen, oft aus Beton, Altmetall, aus Haken, Messern, Ketten, Maschinenteilen. Oft sind die neuen Objekte rein abstrakte Kompositionen. Leider haben nur wenige bis heute überlebt.