Pecinski Krzysztof

Das Werk des gebürtigen Polen Krzysztof Pecinski (1940-2003) hat seinen Ursprung in den Gewölben der Kunstakademie von Torun. In den siebziger Jahren begann Pecinskis künstlerische Auseinandersetzung mit starken, unbiegsamen Elementen wie Beton, Eisen und Rost. 1976 folgte der Umzug in die Schweiz. Zeitlebens unternahm Pecinski Reisen, die ihn zu den australischen Ureinwohnern oder in die Zauber- und Hexenwelt von Papua Neuguinea führten, was seinen künstlerischen Stil stark prägte. Es entstanden die Ferroxide, archaisch-symbolische Rostbilder. Existenzielle Themen wie Geburt und Tod, Chaos und Ordnung, Liebe und Kampf, wurden zu figurativen und abstrakten Zeichen umgesetzt. Der Pfeil und das Rad, häufig anzutreffende Symbole in Pecinskis Werken, beides Elemente der Bewegung, widerspiegeln den dauernden Kampf der Menschen untereinander und mit sich selbst; Leben, Sterben, und vergessen werden.
Der Schlusssatz einer Rezension im ARTSPEAK, 16. März 1986, zu einer Ausstellung Pecinskis in New York lautete “Krzysztof Pecinski employs the tools of art to make not merely pictures, but absolutely magic." Seine Werke, die meisten ohne Titel, richten sich an die eigene Phantasie. Nicht die Absicht des Künstlers zählt, sondern der emotionale Moment des Betrachters. So entsteht die Magie von zur Realität erwachten Traumbildern, eine Umkehr der Perspektive.
                                                                                                                                                            Nadja Pecinska

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